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Geschichte

Die Lehrfächer „Allgemeine und Spezielle Pathologische Anatomie“ werden an der „Thierarzneischule“ in Dresden erstmals 1824 erwähnt. Die erste Fachprofessur (1879-1904) für „Pathologische Anatomie“ erhielt H. A. Johne, der durch seine Arbeiten zur Paratuberkulose (Johnesche Krankheit) weltbekannt wurde. Nach der Eingliederung der Tierärztlichen Hochschule Dresden als Veterinärmedizinische Fakultät in die Alma mater lipsiensis wurde 1923 das Institut für Veterinär-Pathologie in Leipzig fertig gestellt. Bis 1926 leitete E. Joest das Institut und wurde durch seine Forschungen zur Bornaschen Krankheit berühmt. Sein Nachfolger K. Nieberle (1926-1944) beschäftigte sich insbesondere mit der Erforschung der Tuberkulose. A. Hemmert-Halswick (1945-1959) widmete sich intensiv dem Wiederaufbau der Fakultät in den Nachkriegsjahren. G. Pallaske (1951-1958) führte dann die Untersuchungen zur Tuberkulose der Tiere weiter und erforschte darüber hinaus verschiedene andere Infektionskrankheiten. Seine Nachfolger K. Potel (1959-1975), H. Kronberger (1975-1977) und U. Johannsen (1980-1989) befassten sich insbesondere mit der Diagnose der Listeriose, der Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Schweines, Magen-Darm-Infektionen, Mastitiden und Skeletterkrankungen sowie mit den Krankheiten der Zootiere und Exoten. 1993 wurden M. Reinacher und H.-A. Schoon an das Institut für Veterinär-Pathologie berufen. Die Forschungsschwerpunkte von M. Reinacher (1993-1997) waren die Immun- und Tumorpathologie sowie die Virusinfektionen der Katze. Neonatale Erkrankungen, der Respirationstrakt, die forensische Pathologie, aber auch die Zoo- und Wildtierkrankheiten sind wesentliche Themen der wissenschaftlichen Arbeiten von H.-A. Schoon.

Zurzeit steht die Erforschung der Ätiologie, Pathogenese und Diagnostik von Reproduktionsstörungeninsbesondere beim Pferd), die Immunität der Schleimhäute, Tumorerkrankungen der Haussäugetiere sowie Verlauf und Einflussfaktoren der Wundheilung bei verschiedenen Tierarten im Zentrum zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten.